Mittwoch, 26. Oktober 2011

Reale Ansichten - Schön liegt im Auge des Betrachters

Mein ehemals volles Hauothaar hat sich ja nun durch OP, Bestrahlung und Chemo verändert und ganz oder teilweise verabschiedet. Heute war Melli da und hat mal versucht aus den Resten etwas zu zaubern. Und was soll ich sagen? Frau ist doch gleich ein ganz anderer MEnsch. Mir gefällts, ich fühle mich großartig! Hhier nun die aktuellen Bilder:

Rechte Seite, Kahlschlag durch die OP, die Bestrahlung hat den Rest erledigt. Aber die Narbe hat sich gut gemacht finde ich, wenn da mal wieder Haare drüber sind ist doch alles schick.


Linke Seite, wenn man ganz genau hinsieht, kann man die große und kleine kahle Stellen sehen, aber durch guten Schnitt und Drüberkämmen sieht man fast nix. 

Von vorne, kurz und grau, aber sonst doch ganz gut. OK, das ich Kortison nehme ist unübersehbar, aber mir egal. Wie man sieht bin ich gut drauf.

Hinteransicht, der absolute Hit! Das finde ich witzig, wenn es nciht gerade so kalt draussen wäre, würde ich alleine desswegen ohne Hut oder Tuch aus dem Haus gehen -).

Samstag, 22. Oktober 2011

Verlauf - Ich habe es kommen sehen

Kurz gesagt, alles wie nach dem ersten Zyklus im letzten Monat, bisschen heftiger, aber sonst..... Wobei mir klar ist das ich damit immer noch besser dran bin als andere. Es nervt trotzdem. Am meisten nervt die Kraftlosigkeit, zeitweise habe ich mich wie im Mai vor der Diagnose gefühlt. Ich dachte noch ein bisschen und ich kann nicht mehr stehen. Alles ist sehr anstrengend. Die letzten Tage kamen ein paar dunkele Wolken in meiner Seele hinzu, die waren allerdings hausgemacht. Das kann ich ja besonders gut. Dank meines Zauberwesens gibt es aber wieder Licht am Ende des Tunnels.

Gestern war ich bei meinem Hausarzt. Patientenverfügung fertig gemacht und die allgemeine Lage besprochen. Ich habe nach Reha-Sport gefragt, das hielt er für eine gute Idee und hat mir gleich eine Verordnung ausgestellt.

Ich fasse mal zusammen was mich so an Zipperlein plagt.

Nebenwirkungen::

- Verstopfung, zeitweise Durchfall, Darmschmerzen
- Magenschmerzen, besonders nach dem Essen, auch wenn es nur wenig war
- Schmerzen im Oberbauch (es drückt, selbst wenn ich nur etwas trinke)
- Schwindelanfälle
- Karftlosigkeit
- Appetitlosigkeit (gestern habe ich vergesssen etwas zu essen, ich mag auch nicht wirklich)
- Übelkeit wenn ich etwas esse
- Noch müder als gewöhnlich
- Mehr Kopfschmerzen
- entzündete Mundwinkel, laut Hausarzt eine Nebenwirkung
- metallischer Geschmack (hat sich durch das Mittel der Heilpraktikerin wesentlich gebessert)

Die üblichen Zipperlein:
- Kopfschmerzen (rechte Seite, aber auch links vorne zeitweise)
- Hautjucken von der Psoriasis, obwohl diese wesentlich besser ist
- Eine Stelle am Rücken tut zeitweise weh, vermutlich verlegen
- Gelenkschmerzen im linken Arm, vermutlich auch Psoriasis
- leichter Husten, woher kann ich nicht zuordnen

Dann warten wir mal den nächsten Monat ab, ich bin vorbereitet.

Freitag, 14. Oktober 2011

Therapie - Geronimo

Am Mittwoch gab es gute Nachrichten, meine Blutwerte waren sehr gut. Das hört man doch gerne. Also konnte ich gestern mit Temodal weiter machen,  der Zweite von fünf Zyklen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Gestern ging es dann auch gleich los mit den Nebenwirkungen, letztes mal war es Anfangs noch nicht so spürbar. Heute is es noch stärker. Schwindel, Übelkeit, aber alles im grünen Bereich. Ich behalte die frühen Uhrzeiten bei, dann bin ich Mittags mit der Übelkeit durch, bleibt der Schwindel. Schwarzer Tee am Morgen hilft auch, zumindest bilde ich mir das ein. Mal schauen was die anderen Tage so bringen. Die Kopfschmerzen sind nach wie vor sehr lästig.

Die Heilpraktikerin beim Onkologen hat in weiser Vorraussicht die Tropfen gegen den metallischenn Geschmack für mich bestellt, die habe ich dann mitgenommen und Mittwoch Mittag damit angefangen. Gestern Nachmittag dann feierlich Kaffee gekocht, und siehe da: Immer noch nicht perfekt, aber sehr viel besser! Ich kann wieder Kaffee trinken, das hat mir doch sehr gefehlt. Und es hilft gegen die dauernde Müdigkeit. Drei Tassen gestern Nachmittag, aber ich bin abends nach dem Essen nicht eingeschlafen. Zwar bin ich spät schlafen gegangen, aber trotz Vollmond war die Nacht besser. Also ein voller Erfolg. Das ist doch 15 Euro wert.

Neue Informationen gab es durch den Onkologen noch zu meinem Krankenhausaufenthalt. Er hat mir erklärt: Die Krankenkasse würde die Untersuchung ambulant wegen der Kosten ablehnen. Nimmt die Klinik mich auf, bekommt sie eine Pauschale dafür (die nacht, keine Untersuchungen). Was die damit machen bleibt der Klinik überlassen. Das heißt also, sie binden sich die Kosten selber ans Bein. Ich bin sehr dankbar darüber. Es ist in unserem Gesundheitssystem eben nicht alles schlecht. Ok, ich habe auch eine Menge Glück, das ist mir sehr wohl bewusst. Letztendlich darf man nicht vergessen: Es ist schon ein Glück das mir und anderen überhaupt solche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ohne diese wäre meine Zeit wesentlich begrenzter.

Mental geht es mir im Moment zunehmend besser. Ich habe alles gut verarbeitet. Auch die Aussicht auf negative Ergebnisse bedrücken mich nicht wirklich. Es ist weiterhin nicht änderbar, alles was ich tun kann mache ich. Also Augen auf und durch.